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Das war toll

Das wohl mit Abstand schönste Wochenende bisher, neigt sich dem Ende zu.

Gestern war ich zu Erst wieder auf dem Borough-Market. Habe da eine Brötchen mit OSaft gefrühstückt und mich, auf Chris anraten hin, auf die Suche nach den Megabrownies gemacht. War mein erster richtiger, aber dazu gleich mehr. Etwas süßes, so ganz ohne Kaffee wollte mir nicht recht behagen. Klar ich hätte zu Starbucks gehen können, aber das ist ja kein Kaffee.
Also habe ich nach langem suchen ein Markstand mit Kaffee entdeckt – wenn man Anthony Bourdain glauben schenkt, musste man da gar keinen Kaffee trinken, um zu wissen das der gut ist, denn es war die Hölle los.
Ich mich unverzagt brav hinten angestellt, gewartet und überlegt was ich nehme. Habe mich letztendlich gegen Cappuccino und Co, für einen einfachen Filterkaffee entschieden. Das war wohl auch die mit Abstand beste Entscheidung.
Ich musste zum Abholen meines Kaffees bei diesem Stand um die Ecke gehen. Da stand da eine Frau, eine Kaffeemühle und ein Heißwasserspender.
Der Filterkaffee wurde nicht, wie ich erwartet habe, von einer Warmhalteplatte runter serviert, sondern komplett frisch aufgebrüht. Aber nicht nur das, er wurde auch für jede Tasse frisch gemahlen. Man kann da auch Kaffeebohnen kaufen, so dass dort alle Sorten offen zu Auswahl liegen. Die Frau hat für jeden Kaffee gemahlen, in einen kleinen Papierfilter rieseln lassen, um den dann in einen Porzellanfilter zu tun – Mächtig unpraktisch, wird man sich denken, wenn da so ein Filter auf einem Pappbecher balanciert wird. Pustekuchen. Der beneidenswerte Besitzer dieses Standes, hat eine Vorrichtung für den Filterkaffee entwickelt:
Stellt euch 3 Edelstahlrohre oder ja, so Stangen halt vor, die im Abstand von vll. 4 cm zwischen 2 Holzblöcken aufgespannt werden. Darauf standen dann 8 Filter, und darunter dann jeweils die Pappbecher. Der Kaffee wurde erst aufgesetzt wenn man dazu kam, sodass man seine Menge bestimmen konnte. Er war köstlich. Und dann diese Atmosphäre beim brauen – ich habe selten zuvor einen so guten Kaffee getrunken.

Das war aber noch nicht alles. Danach habe ich mich aufgemacht ein wenig spazieren zu gehen. Das Wetter ist dieses Wochenende wieder herrlich, und die Themse war nur ein Katzensprung weit weg. Also ich in westliche Richtung den Fluss entlang getabert und mich langsam dem genähert, was Bank oder Enbankment genannt wird. Wollte eigentlich ins Aquarium oder mit dem Riesenrad fahren, aber da war mir zuviel los ( wie überall bei diesen Touristensachen). Aber auf dem Weg dahin habe ich dann gelernt, was es heißt wenn man wirklich skaten kann, wie gute Straßenkunst aussieht und nette Bücherflohmärkte.
Aber der Reihe nach -
Ich fand die Ecke schon wesentlich schöner, nachdem ich unter einer Brücke einen richtig netten, kleinen Bücherflohmarkt entdeckt habe. Das waren so 15-20 Bierzelttische mit Büchern aller Themen. Zeichnungen waren auch dazwischen, eben so Videos oder Schallplatten. Geführt von urigen Rumpeln.
Danach kam ich zu einer Gruppe BMX-Fahrer die wirklich gute Kunststücke vorgeführt habe – stand 30 Minuten da, und habe gestaunt. Ich bin ja normaler Weise in Deutschland kein Freund, dieser „ wir haben ein tolles Fahrrad und sind nun die besten“ Menschen. Aber hier in London- die machen einfach ihr Ding. Das jedoch einfach ziemlich gut.
Zu guter Letzt kam ich dann zu Kunstmeile. Ich will sie jetzt mal so nennen, denn Londoner Straßenkünstler verdienen ihren Namen noch.
Jeder hat sie schon mal gesehen – diese Menschen, die sich Stunden nicht bewegen – es gab dutzende, die aber so gut verkleidet waren, dass ich beim ersten 2 mal hinschauen musste , um zu erkennen dass das da gerade keine Bronzestatue ist.
Außerdem war da ein schwarzer Breakdancer und Alleinunterhalter, der es schaffte 400 Personen (geschätzt) um sich zu gruppieren. Er war einfach gut. Witze über amerikanische Touristen, Tanzeinlage mit Kindern aus dem Publikum und gute Sprüche. Das wieder zu geben wäre nun Frevel, da a) mein Englisch nicht langt und es b) nicht wieder zu geben ist.

Danach bin ich die Strecke wieder zurück gelaufen, denn ich hatte in der Nähe vom Markt eine kleine Kneipe entdeckt, die meine Aufmerksamkeit erregte.
Die Speisekarte hing in einem Kästchen mit der Überschrift:
Brautradition seit 1824.
Na, die geschulten wissen es – Hier gab es deutsches Bier – aber nicht irgendeines, nein ein Veltins vom Fass. Ich konnte nicht widerstehen. Ich gebe zu, ich war kritisch. Ich bin rein, habe mir eines bestellt und habe gleich realisiert dass es a) Bierdeckel gibt, b) Kölsch gibt ( Flaschenkölsch ist nicht so gut) c) originale Veltinsgläser, jedoch d) da die Engländer kein Bier mit Schaumkrone mögen, kein anständiges Blümchen auf dem Bier.
Aber das war mir egal – wisst ihr, wie dermaßen gut das geschmeckt hat? Das erste anständige Bier seit Wochen? Guiness ist nicht schlecht, wenn es des den überall gut geben würde. Sonst gibt es kaum gutes Bier, geschweige den Pils, und wenn doch, ist es französisches oder Belgisches, unbezahlbar (3Pfund für 0.3 liter) und schmeckt nach – nichts!

Ich war so glücklich, der Tag konnte gar nicht mehr schief gehen.



Sonntag:
Heute wollte ich dann zum Londoner Zoo gehen, der war mir aber zu voll, die Leute stehen hier aber auch echt in Schlangen – meine Güte. Liegt wohl an dem neuen Gorillagehege.

Bin dann durch die Stadt, habe im Monument 317 Stufen erklommen, was eigentlich nicht viel ist, bei einer 1 Meter breiten Treppe aber doch schon anstrengend ist . : )

Danach in der Sonne gesessen und das Wetter genossen, alten Männern beim Angeln in der Themse zu geschaut, jugendlichen beim Inline-skaten und mich einfach sau wohl gefühlt. Das war der heutige Tag, nicht halb so toll wie gestern, aber doch geht es mir hervorragend.
In diesem Sinne


Der Brite.


1.4.07 18:45
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Mm (1.4.07 20:15)
Was war mit den Megabrownies?
LG Mm


Lottchen / Website (6.4.07 16:33)
genau!

was war mit denen? Dazu biste vor lauter Glück nemmer gekommen :P



Bücherflohmärkte herrschen ^^

Sonnige Grüße aus Messel,

Lottchen

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